In einer festlich erleuchteten Kirche und vor voll besetzten Reihen präsentierten unsere Chöre am Wochenende ihre „Wunschzettelweihnacht“ – ein Konzert, das Publikum wie Mitwirkende gleichermaßen berührte. Die Ensembles choralis, voices4all und MommenTime unter der Leitung von Chorleiter Michel Götz sowie der Gesamtleitung von Lars Riedel schufen eine atmosphärische Adventsstunde, die lange nachklang.
Schon zu Beginn lag ein besonderer Zauber im Raum: Illuminierte Wunschzettel schwebten sanft durch das Kirchenschiff, als wären sie von unsichtbaren Händen getragen. Jeder einzelne, so schien es, trug Wünsche aus dem echten Leben – kleine Hoffnungen, große Sehnsüchte, Alltägliches und Unerwartetes. Beim Einwurf in die kunstvoll gestaltete Wünschebox erklangen eingespielte Stimmen von Menschen, die den Chören nahestehen: kurze Botschaften, herzliche Gedanken, berührende Wunschmomente. Die Chöre griffen diese anschließend musikalisch auf und verwandelten sie in passende Liedbeiträge. So wurde der Rahmen des Abends selbst zum Programm – ein roter Faden voller persönlicher Geschichten.
Das musikalische Spektrum war ebenso bunt wie die Wunschzettel selbst: traditionelle Weihnachtslieder, behutsam und zart vorgetragen, wechselten sich ab mit modernen Stücken, die kraftvoll und rhythmisch den Kirchenraum füllten. Mal ließen die Sängerinnen und Sänger eine schimmernde, fast meditative Klangfläche entstehen, mal erklangen dynamische, mitreißende Arrangements. Für jeden Geschmack war etwas dabei – ein Konzert, das Vielfalt nicht nur versprach, sondern lebendig zeigte.
Das Publikum zeigte sich begeistert. Immer wieder brandete langer, herzlicher Applaus auf, manche Zuhörerinnen und Zuhörer wischten sich zwischendurch verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Die emotionale Nähe der Wunschbotschaften und die musikalische Umsetzung durch die Chöre schufen eine besondere Verbundenheit zwischen Bühne und Bänken.
Nach dem Konzert klang der Abend stimmungsvoll weiter: Zwischen den beiden Mommenheimer Kirchen traf man sich zum Glühweinumtrunk, tauschte Eindrücke aus und ließ die „Wunschzettelweihnacht“ im flackernden Licht der Becher noch einmal aufleben.
Besonders erfreulich: Das neue Konzept mit erstmals zwei Konzerten wurde vom Publikum hervorragend angenommen. Viele äußerten, dass die intime, märchenhafte Atmosphäre auf diese Weise noch intensiver erlebbar gewesen sei.
Mit ihrer „Wunschzettelweihnacht“ ist den Chören ein Konzert gelungen, das nicht nur die Adventszeit erhellte, sondern auch zeigte, wie Musik Wünsche, Hoffnungen und Gemeinschaft miteinander verweben kann – warm, zauberhaft und voller weihnachtlicher Vorfreude.
Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden, den fleißigen Helfenden hinter den Kulissen und insbesondere unseren Chorleitern, die uns mit viel Geduld und Herzblut auf die besonderen Konzerte vorbereitet und hervorragend durch die Aufführung geleitet haben.


